Brienzer Rothorn (Sörenberg): Skifahren für fortgeschrittene

Ursprünglich sind meine Freundin und ich zum Skifahren nach Sörenberg gefahren – ein Ort, an den wir gerne zurückkehren. Es ist ein grossartiges Skigebiet für Familien mit Kindern, da es eine wirklich grosse Auswahl an blauen und roten Pisten bietet. Breite, übersichtliche Pisten, wunderschöne Aussichten und die Gewissheit, dass man hier eine gute Zeit haben wird. Aber es war Samstag. Skischulen, Familien auf den Sportferien, Warteschlangen an den Liften, kleine Rennfahrer ausweichen. Also schlug meine Freundin vor: «Wie wäre es, wenn wir zum Brienzer Rothorn fahren?» Und so machten wir es.

Sörenberg – Anreise

Sörenberg liegt im Biosphärenreservat Entlebuch im Kanton Luzern. Mit dem Auto dauert die Anreise von Bern aus etwa eineinviertel Stunden, von Zürich aus anderthalb Stunden und von Luzern aus eine Stunde. Im Dorf gibt es mehrere Parkplätze. Je früher man ankommt, desto besser, denn der Parkplatz an der Seilbahnstation Rossweid ist meist zuerst belegt.

In diesem Fall wird man vom Personal zum Parkplatz Sörenberg-Platz an der Sesselbahnstation weitergeleitet. Das Parken kostet 5 CHF pro Tag und kann über Twint bezahlt werden. Wenn man nicht im Hauptgebiet, sondern nur auf dem Brienzer Rothorn Ski fahren möchte, fährt man weiter auf der Panoramastrasse bis zum Parkplatz der Luftseilbahn Sörenberg.

Wenn ihr öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchtet, müsst ihr zunächst mit dem Zug nach Schüpfheim fahren und dann mit der gelben Buslinie 241 bis zur Haltestelle Sörenberg, Post. Überquert die Strasse und nach etwa 100 Metern seid ihr an der Talstation der Rossweid-Seilbahn. Alternativ fahrt ihr weiter bis zur Haltestelle Sörenberg, Rothornbahn.

Preise für Skipässe

Ein Tages-Skipass kostet 61 CHF (+5 CHF Pfand) für Erwachsene, während Kinder unter 8 Jahren in Sörenberg kostenlos Ski fahren können. Das Tolle daran ist, dass es auch einen 4-Stunden-Skipass (51 CHF für Erwachsene) gibt, was meiner Meinung nach völlig ausreicht.

Ich persönlich habe einen Magic Pass, sodass das Skifahren hier für mich praktisch „kostenlos“ ist – und genau deshalb entdecke ich gerne andere Orte, an denen er gültig ist.

Transfer zum Brienzer Rothorn

Das Skigebiet Brienzer Rothorn gehört ebenfalls zum Skigebiet Sörenberg (interaktive Skikarte hier). Allerdings fährt nicht jeder dorthin, da es ein ganz anderes Skierlebnis bietet als das im „Hauptgebiet“. Vom Gebiet Sörenberg aus erreicht man das Brienzer Rothorn über eine sanfte blaue Piste. Aber «sanft» bedeutet hier auch ziemlich flach. Und genau dann fühlt man sich eher wie beim Langlaufen – man muss sich wirklich anstrengen und viel skaten, sonst kommt man nicht besonders elegant zur Talstation der Seilbahn zum Brienzer Rothorn.

Luftseilbahn zum Brienzer Rothorn

Laut Fahrplan fährt die Luftseilbahn alle 15 bis 20 Minuten. Wir hatten jedoch den Eindruck, dass sie schon früher abfuhr, sobald die Kabine voll war. Also keine langen Wartezeiten, sondern eine angenehme Überraschung. Nach einer etwa fünfminütigen Fahrt, während der man einen wunderschönen Blick über das Nebelmeer in den nahen und fernen Tälern geniessen kann, erreicht man das Brienzer Rothorn auf einer Höhe von 2.350 Metern über dem Meeresspiegel.

Aussichtsterrasse

Bevor ihr euch auf den Weg zur Skipiste macht, empfehle ich euch einen kurzen Stopp auf der Aussichtsterrasse des Selbstbedienungsrestaurants. Die Aussicht von Meiringen über die Axalp bis zum türkisblauen Brienzersee ist unglaublich.

Durch den Tunnel zur Skipiste

Und jetzt kommt der Teil, der mich wirklich überrascht hat. Von der Bergstation aus muss man einen Felsentunnel durchlaufen. Nicht durchfahren. Durchlaufen. Skier auf den Schultern, Stöcke in den Händen und etwa 200 Meter zu Fuss. Erst dann erreicht man den Punkt, an dem die Skipisten beginnen.

Skipisten auf dem Brienzer Rothorn

Das Brienzer Rothorn bietet offiziell zwei rote Pisten, die zum Sessellift führen. Sie sind breit, verzweigen sich teilweise (sodass es dort eigentlich fünf Pisten gibt), sind wunderschön angelegt und leicht zu befahren – aber es handelt sich nicht gerade um eine „familienfreundliche“ Piste.

Für mich ist es ein ideales Terrain für fortgeschrittene Skifahrer. Wir haben hier wirklich keine Familien mit kleinen Kindern getroffen.

Hier gibt es sogar einen herzförmigen „Instagram-Spot“.

Und dann gibt es noch eine schwarze Piste, die bis hinunter ins Tal führt. Die haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Ich hatte grossen Respekt davor. Alleine hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut, diese schwarze Piste hinunterzufahren. Auf der Strecke gibt es vier bedeutende Überhänge, aber die Piste ist breit, sodass man von einer Kante zur anderen fahren kann. Hier muss jeder seine ganze Kraft aufbringen. Aber ich habe es überstanden. Der Beweis dafür ist, dass ich diesen Artikel schreibe.

Erfrischungen

Was das Essen angeht, haben Sie die Qual der Wahl. Ob im Selbstbedienungs-Panoramarestaurant auf dem Brienzer Rothorn oder im Bergrestaurant Eisee, das stolz darauf ist, nichts Frittiertes zu servieren.

Für wen ist das Skifahren auf dem Brienzer Rothorn geeignet?

Für fortgeschrittene Skifahrer, die mehr Platz wünschen

  • Für diejenigen, die nicht mehr zwischen Skischulen ausweichen möchten
  • Für Magic Pass-Inhaber, die mehr Möglichkeiten entdecken möchten

Es ist keine typische Familienpiste für absolute Anfänger.

Aber es ist ein grossartiger Ort, wenn man Ruhe und Frieden, eine sportlichere Abfahrt und eine wunderschöne Aussicht sucht.

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Kategorien: Nezařazené, Skifahren
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Autorin

Hana Hurábová

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