Jura World of Coffee – ein sehr angenehmes Erlebnis nicht nur für Kaffee-Liebhaber

Ich weiss nicht, wie es bei euch ist, aber ich kann mir meinen Morgen ohne Kaffee nicht vorstellen. Aber ich trinke ihn nicht als Erstes am Morgen, wie meine Eltern es tun (ich bin mir nicht sicher, ob mein Magen das vertragen würde), sondern nach dem Frühstück, wenn ich beim Trinken meines Milchkaffees überlege, was an diesem Tag ansteht (sprich: was ich aufräumen, kochen, einkaufen, organisieren, bestellen usw. muss). Jedenfalls würde ich nicht aus dem Haus gehen, ohne zu frühstücken und Kaffee zu trinken. Und wenn wir einen Ausflug machen und ich weiß, dass ich meinen Kaffee nicht haben kann, nehme ich ihn in meinem liebsten Thermobecher mit. So viel zu meiner Beziehung zum Kaffee.

Deshalb wird es euch wahrscheinlich nicht überraschen, dass wir kürzlich in den Jura gefahren sind. Und ich meine nicht Jura – die Bergkette oder den Kanton. Ich meine das Unternehmen, das sich als einzige Marke der Welt ausschliesslich auf Kaffeevollautomaten konzentriert und seit 2006 auch ein Besucherzentrum hat.

Anreise

Das Jura-Gebäude kennt wohl jeder, der schon einmal auf der Autobahn A1 von Bern nach Zürich/Basel gefahren ist. Wenn man in dieser Richtung unterwegs ist, lohnt es sich, die Ausfahrt Oensingen zu nehmen und ins Dorf Niederbuchsiten zu fahren, wo sich der Hauptsitz der Firma befindet.

Am Eingang faszinierte mich das schlichte, minimalistische Design sowohl des Aussen- als auch des Innenbereichs des Besucherzentrums. Wir wurden sofort von einer Mitarbeiterin am Empfang begrüsst, die uns erklärte, dass sich die automatische Tür zur Ausstellung alle 6 Minuten öffnet. In der Zwischenzeit können wir unsere Mäntel in der Garderobe oder in den Schliessfächern ablegen.

Der Eintritt für Kinder unter 15 Jahren ist gratis, für Erwachsene und Kinder über 15 Jahren kostet er 9 Franken. Wenn man am Tag seines Geburtstages kommt (und dies mit einem Ausweis nachweist), hat man freien Eintritt.

Ausstellung

Nachdem sich die Tür im ersten Raum hinter euch geschlossen hat, werdet ihr von einer Kaffeebohne begrüsst, die euch auch in die anderen Räume führen wird. Die Tür zu den anderen Räumen öffnet sich automatisch und führt euch in die Geschichte des Kaffees. Man erfährt eine interessante Legende über einen Ziegenhirten, dessen Herde die Kaffeepflanze entdeckte, sie probierte und vor allem die anregende Wirkung des Kaffees kennenlernte.

Das Kaffeetrinken hat sich auf der arabischen Halbinsel verbreitet und ist auf jedem arabischen Markt zu finden.

Es war interessant zu erfahren, wie der Kaffee dank der aktiven Kaufleute nach Europa kam. Logischerweise verbreitete sich der Kaffeegenuss zuerst in den Häfen, in die der Kaffee mit den Schiffen gebracht wurde. Aber nur Kaffeekörner, keine Pflanzen (die Ausfuhr von Kaffeepflanzen war verboten).

m 17. Jahrhundert schmuggelte ein holländischer Händler eine Kaffeepflanze in sein Heimatland, doch aufgrund des Klimas keimte die Pflanze nicht. Die Ausbreitung der Kaffeeproduktion wäre ohne den Diebstahl und die heimliche Weitergabe von Kaffeepflanzen, insbesondere in die überseeischen Kolonien der damaligen europäischen Grossmächte, nicht möglich gewesen. Deshalb hat sich der Kaffeeanbau auch in Französisch-Polynesien, Indonesien oder Brasilien ausgebreitet.

Jura – Firmengeschichte

Im nächsten Abschnitt findet ihr interessante Informationen über die Geschichte von Jura. Das Unternehmen wurde 1931 von Leo Henzirohs gegründet. Jura war auch als Hersteller von kleinen Haushaltsgeräten bekannt, aber seine wichtigsten “Juwelen” sind Kaffeemaschinen.

Man erfährt, welcher Wert auf das Design, die Einfachheit und die intuitive Bedienung der Maschinen gelegt wird oder wie Kaffeemaschinen Belastungstests unterzogen werden. Man erfährt aber auch, dass die Qualität des Wassers nicht weniger wichtig für die Zubereitung und den hervorragenden Geschmack des Kaffees ist.

Am Ende kann man in einem kleinen Kino anhalten und sich einen Kurzfilm ansehen. Mir persönlich hat er gut gefallen – man konnte den Kontrast zwischen den Menschen in Afrika sehen, die die Kaffeebohnen von Hand ernten und mit dem Geld, das sie für diese harte Arbeit verdienen, die ganze Familie ernähren, und den Menschen am anderen Ende der Welt, die sorglos mit ihren Freunden Kaffee trinken.

Am Ende der Tour kann man Kaffeemaschinen sehen, und wenn die Ausstellung einen zum Kauf einer Kaffeemaschine verleitet hat, sollte man sich bei der Auswahl beraten lassen (aber niemand überredet einen zum Kauf!).

Roger Federer – Walk of Fame

Bevor man den Shop erreicht, in dem man verschiedene Kaffeesorten, Tassen, Gläser und andere Souvenirs kaufen kann, kommt man am “Walk of Fame” von Roger Federer vorbei. Die Schweizer Tennislegende ist der Botschafter von Jura und vertritt dessen Werte in der Welt: Leistung, Präzision, Eleganz, Prestige und Leidenschaft für Spitzenleistungen. * Dieser Teil war ein echtes Erlebnis für unseren kleinen Sportfan. Er war begeistert, ein Foto mit Roger machen zu können (natürlich mit seinem Pappmodell) und das Foto per E-Mail zu verschicken. Oder man kann sein Foto im Laden für 5 Franken drucken lassen, wo es in den Umschlag mit den Initialen RF gesteckt wird 🙂

Kaffeebar

Das Tüpfelchen auf dem i ist der Besuch des Cafés. Mit dem Ticket erhält man Kaffeegutscheine und kann aus vielen Kaffeespezialitäten wählen und auch etwas Süsses zu sich nehmen.

Meine Eindrücke

  • Wir waren begeistert, Jura World of Cofee zu besuchen. Die Ausstellung ist sehr interessant und professionell gemacht, mit viel Liebe zum Detail.
  • Hier finden Sie sehr freundliches Personal – von der Begrüssung bis zum Café.
  • Und als netter Bonus werden Kinder beschenkt (keine Sorge, sie werden nicht zu Kaffee-Junkies 😉 )
  • Das Besucherzentrum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich, und man kann auch einen Kinderwagen mitnehmen.
  • Ich persönlich hätte mir eine kleine Kinderecke im Café gewünscht, damit ich eine Weile den leckeren Kaffee geniessen könnte.

Und wie ist eure Beziehung zu Kaffee? Gehört Kaffee zu eurem täglichen Ritual? Schreibt es mir in die Kommentare!

*Quelle

Kategorien: Kultur-Museen, Probiert es!
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Autorin

Hana Hurábová

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