Unser Familienausflug in die RAMSEIER Erlebniswelt

Trotz der Corona-Pandemie scheint es, als sei in der Schweiz ein Sack voller neuer Touristenattraktionen und Familienreiseziele geplatzt. Zu Beginn der Schulherbstferien besuchten wir das neu eröffnete Lindt Home of Chocolate und beendeten die Ferien mit einem Familienausflug in die RAMSEIER Erlebniswelt (natürlich wie immer auf dem Weg zum Eishockeyspiel unseres Dominiks). Kommt also vorbei und seht, was passieren muss, bevor der Apfel in die Flasche kommt.

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die RAMSEIER Erlebniswelt befindet sich etwa fünf Gehminuten vom Bahnhof Sursee entfernt.

Mit dem Auto: Die RAMSEIER Erlebniswelt befindet sich am Schellenrain 2a, 6210 Sursee (Oberkirch). Von der Autobahn A2 nimmt man die Ausfahrt Sursee, hält sich dann in Richtung Sursee/Oberkirch und folgt der Beschilderung Industrie Schellenrain. Kostenlose Parkplätze stehen neben und hinter dem Gebäude des Besucherzentrums zur Verfügung.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise


Die RAMSEIER Erlebniswelt ist von Mittwoch bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr und am Samstag und Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Aufgrund der Covid-19-Massnahmen und der Regelung der Besucherzahlen wird empfohlen, Tickets für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Uhrzeit online zu kaufen.

Der Eintritt für einen Erwachsenen beträgt 12 Franken, für Studenten und Senioren 10 Franken, für Kinder von 6 bis 15 Jahren 5 Franken. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Die RAMSEIER Erlebniswelt bietet auch Familienticket an, der Preis richtet sich nach der Anzahl der Erwachsenen und der Anzahl der Kinder. Das Familienticket 2 + 2 kostet 30 Franken.

Neben der Kasse befinden sich Kleiderbügel und Schliessfächer (kein Depot erforderlich). Der Eintritt ist barrierefrei, man kann die Ausstellung auch mit einem Kinderwagen betreten.

Die Erlebniswelt geniessen

“Bruno der Moschter”, ein Mitarbeiter, der seit mehr als 40 Jahren in der Obstsaftproduktion arbeitete, wird euch bei eurem Besuch in der Erlebniswelt begleiten. Auf seinem Foto wird man immer erfahren, in welchem Teil der Ausstellung man sich befindet – und das sage ich vor allem wegen der Kinder, denn in jedem dieser Teile finden sie die richtige Antwort auf die Frage aus dem Kinderquiz (Hinweis: alle Informationen sind auf Deutsch und Französisch).

Der erste Teil, in dem man sich in einem Apfelgarten befindet, ist der Natur und den Äpfeln gewidmet, und man erfährt hier viel Wissenswertes: Wie kommt es beispielsweise dazu, dass Äpfel aus Blüten an einem Baum wachsen? Wie viele Apfelsorten gibt es und welche eignen sich am besten zur Herstellung von Apfelsaft? Was beeinflusst eine gute Apfelernte? Wie werden Äpfel gelagert und warum sind sie gut für unsere Gesundheit? Und essen die Schweizer mehr Äpfel oder Schokolade pro Jahr?

Im zweiten Teil erfährt man etwas über die Geschichte des Unternehmens. Hier taucht man ein in die Welt der Traditionsmarke RAMSEIER, dem grössten Hersteller von Obstsaft in der Schweiz. Das Unternehmen wurde 1910 in meinem geliebten Emmental als “Emmentalische Obstweingenossenschaft Ramsei” gegründet. Im Jahre 1913 meldete das Unternehmen ein Patent auf das eigens entwickelte Verfahren für die Produktion von Apfelwein ohne Alkohol an und erhielt dafür verschiedene Auszeichnungen. In den 1970er Jahren schlossen sich vier Fabriken in der Region zusammen und produzieren seit 2008 unter der Marke RAMSEIER.

Man erfährt auch, wie Produkte und Prozesse innoviert werden, wer hinter all dem steckt und wie der gesamte Prozess der Apfelsaftherstellung vom Apfel bis zur Abfüllung und zum Vertrieb aussieht.

Für die Kleinsten

Mir gefiel, dass die Ausstellung auch an die kleinsten Besucher denkt, die noch nicht lesen und schreiben können, um das Quiz zu lösen, aber hier z.B. ein riesiges Memory Spiel spielen können, oder Bilder verlinken, Äpfel “pressen” usw.

Kino

Zur Ausstellung gehört auch ein kleiner Vorführungsraum, in dem derzeit maximal 5 Personen zugelassen sind. Hier schaut man einen etwa zehnminütigen Film. Worüber? Das erfahrt ihr selbst, wenn ihr einen Rundgang macht. Ich kann ja nicht alles verraten 😉

Degustation

Während des Rundgangs muss es auch eine Produktdegustation geben. Habt ihr ein Lieblingsgetränk aus der RAMSEIER-Produktpalette? Wir haben bereits 🙂

Foto-Ecke

Hier denke ich, dass die Autoren der Ausstellung einen absoluten Highlight gesetzt haben! Bereits bei der Bezahlung des Eintrittspreises erhält man Jetons, die man in der Fotoecke im letzten Teil der Ausstellung verwenden kann. Man braucht nur noch Etiketten mit witzigen Aufschriften wie “Moschtköninig, Frischgepresst, Chefmoschter” zu nehmen, sich auf die Bank kuscheln und sich glänzen lassen. Aus dem Fotoautomaten kommt ein Farbfoto, das man auf die vorbereiteten Postkarten kleben und als Erinnerung an den Besuch an die Familie (oder an sich selbst, rechts 😉 ) schicken kann.

Bistro & Souvenir Shop

Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es ein Quiz für Kinder. Wenn sie es richtig entziffern und ein Lösungswort finden, können sie nach einem Besuch im Bistro eine kleine Belohnung beantragen. Natürlich kann man im Bistro alles aus dem Sortiment der Marke RAMSEIER bestellen, aber auch Kaffee, Tee und etwas Kleines zum Essen: Gipfelis, Sandwiches oder Flammkuchen. Vor der Abreise kann man auch Souvenirs kaufen.

Zusammenfassung

Auch hier habe ich meine Kinder gebeten, den Besuch der RAMSEIER Erlebniswelt selbst auszuwerten. Was hat euch hier am besten gefallen?

  • D (11): Am besten waren die Degustationen, aber mir hat hier allgemein alles gefallen.
  • P (8): Am besten hat mir das Kino und die Degustationen gefallen und die Tatsache, dass wir für die Quizauflösung eine Belohnung bekommen haben.
  • K (5): Mir hat das Fotoshooting gefallen.

Für mich muss ich sagen, dass das Besucherzentrum RAMSEIER Erlebniswelt zwar nicht so gross ist wie andere ähnliche Indoor-Aktivitäten (z.B. Königsweg in der Emmentaler Schaukäserei, Aeschbach Chocolatier, Jura World of Coffee, usw.), aber dafür ist es günstiger und auf die jüngsten Besucher abgestimmt.

Insgesamt ist der Besuch nicht nur interaktiv, sondern wirkt buchstäblich auf alle Sinne. Man hört nicht nur interessante Informationen im Audio, sondern plötzlich kräht ein Hahn oder bellt ein Hund, was eine interessante Abwechslung ist. Man fühlt sich wirklich in der “realen” Welt, wenn man einen örtlichen Bauern besucht, der gerade sonnengeruchsintensive süsse Äpfel erntet.

10 Tschechische Spuren in der Schweiz
Schilthorn Piz Gloria – zu Besuch bei James Bond

Podobné články

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü