Wandern mit Kindern: Emmentaler Bauernlehrpfad

Nachdem wir die Städte und Sehenswürdigkeiten der süditalienischen Region Apulien erkundet hatten, kehrten wir in die Arme meines geliebten Emmentals zurück. Am Samstagnachmittag plante ich eine leichte Wanderung zwischen zwei Dörfern unweit von uns. Da unser jüngerer Sohn in der Schule ein Thema „Auf dem Bauernhof“ hat, wurde der Bauernlehrpfad rund um die örtlichen Bauernhöfe regelrecht angeboten.

Bauernlehrpfad

Der Bauernlehrpfad ist auf Initiative von Bauern aus der Gegend mit Unterstützung der Land-wirtschaftlichen Schule Bäregg entstanden. 
Die Bauern möchten damit eine Gelegenheit bieten, vermehrt mit der Landwirtschaft in Kontakt zu kommen. Mit der Pflege und Nutzung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und der Erzeugung gesunder Nahrungsmittel erfüllen die Landwirte auch in der modernen und schnelllebigen Zeit eine wichtige Funktion.*

Anreise

Der Bauernlehrpfad ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der Ausgangspunkt der Wanderung ist in Ramsei. Mit dem Zug (Linie S4 oder S44) oder mit dem Bus (Linie 284) nach Ramsei, vom Zollbrück mit der gleichen Linie zurück. Der Zug fährt stündlich zurück.

Direkt am Wegweiser der Wanderwege am Bahnhof seht ihr den Plan des Bauernlehrpfades. Dann müsst ihr nur noch dem braunen Bauernlehrpfadwegweiser folgen. Die Route entspricht in etwa dem gelben Wanderweg in Richtung Ramisberg/Zollbrück, biegt aber in kurzen Abschnitten ab.

Trail

Der Bauernlehrpfad führt über 11 Höfe, wobei sich jeder Punkt auf einen anderen Bereich der Landwirtschaft konzentriert. Zufällig: Rindvieh-, Pferde-, Schweine-, Hühnerhaltung, Pflanzenproduktion, Imkerei, Gewässerschutz oder die Bedeutung des Waldes in der Landschaft.

Fragen zum Thema findet man auf den Tafeln an jedem Standort, Antworten findet ihr im informativen Text auf den grösseren Tafeln. Die Texte sind sehr “lesbar” auch für Kinder (weder zu lang noch zu kurz, mit Fotos und Grafiken).

Neben dem Erstaufstieg führt der Weg entlang der Höhenlinie, dann von Bänzenberg nach Ried hinunter. Unterwegs geniesst ihr die Aussicht auf die Alpen, die buchstäblich hinter jeder Kurve auftauchen werden.

Brätlistelle

In der Mitte der Route findet ihr einen grossartigen Ort für euer Picknick. Bitte vergesst nicht, ins Kässeli beizutragen. Schon eine kleine Menge trägt dazu bei, dass die Brätlistelle immer gebrauchsfertig ist, sodass ihr euer Picknick geniessen könnt.

Ranflühberg

Auf dem Ranflühberg findet ihr nicht nur interessante Informationen zur Schweinehaltung, sondern könnt hier auch etwas Gutes haben. Und diese Aussichten !!!

Ried

Fast am Ende unserer Wanderung erreichten wir das unter Heimatschutz stehende Weiler Ried. Einzigartig ist die strenge Aufreihung von einheitlichen Bauernhöfer oberhalb und Speichern unterhalb des Weges. Die Bauernhäuser stammen aus den Jahren 1776 bis 1858 und die Speicher mit Gemälden, Inschriften und reich bemalten Türen aus den Jahren 1713 bis 1780.

Zollbrück

Da wir in Zollbrück, dem Ziel unserer Wanderung, etwa eine Stunde warten mussten, bis unser Zug ankam, hatten wir ein Bier (oder zwei 🙂 ) im Brauschüür Emmental.

Vorher hatten wir das Eis im Gasthof zum Rössli für unsere Kinder gekauft, damit sie sich auch am Ende der Wanderung freuten 🙂 Beide Orte sind nur wenige Meter voneinander (und nur wenige Meter vom Bahnhof) entfernt.

Zusammenfassung

  • Obwohl es Samstag war und herrliches Wetter perfekt zum Wandern war, haben wir ausser ein paar Velofahrern auf der Strecke niemanden getroffen.
  • Die Strecke ist ca. 7,5 km lang und wir haben insgesamt 3,5 Stunden damit verbracht (inkl. Grillpause).
  • Die Route führt meist auf asphaltierten Strassen, ist also mit einem Kinderwagen begehbar (nur ein kurzer Abschnitt zwischen den Stationen 2 und 3 führt durch das Gras, aber es ist einfach, sich auf der Strasse zurechtzufinden – ein Umweg von ca. 50 Metern).
  • Das Höhenprofil findet ihr auf der Webseite des Wandermagazins SCHWEIZ.

*Quelle: Emmental Tourismus

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