Tierpark Dählhölzli in Bern mit Kindern besuchen

“Und wie war es im Zoo? Habt ihr die Elefanten gesehen? “, fragte mein Mann unsere Kinder, als wir aus dem Berner Tierpark zurückkamen. Die Kinder waren sprachlos, also ging ich hin und erklärte ihm, dass es in Bern keinen solchen Zoo gibt, wie wir ihn aus Prag oder Zlín kennen, wo man Elefanten, Giraffen, Löwen und andere exotische Tiere sehen kann. Der Tierpark Bern ist eher ein Naturpark, ein Wald unweit des Stadtzentrums, in dem man, bis auf wenige Ausnahmen, hauptsächlich europäische Tiere findet. Aber das Besuchserlebnis wird definitiv nicht verarmt sein.

Anreise

Der Tierpark liegt in dem Wald entlang der Aare, etwa 10 Minuten Busfahrt (Linie Nr. 19 nach Elfanau, Haltestelle Tierpark) vom Hauptbahnhof entfernt. Man kann aber auch vom Bahnhof aus hierher gehen – es ist ein angenehmer Spaziergang, vor allem, wenn man die Marzilibahn nimmt. Von der Talstation der Drahtseilbahn ist es ein 20-minütiger Spaziergang entlang des Flusses bis zum Eingang des Tierparks.

Das Parkieren gestaltet sich hier etwas schwierig, da die Parkplätze am Dalmaziquai und am Tierparkweg begrenzt sind. Ausserdem kostet das Parkieren 2,2CHF/Stunde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Massnahmen hat der Zoo jetzt Öffnungszeiten von 9:00 bis 19:00 Uhr. Normalerweise ist er zu den folgenden Zeiten geöffnet:
Von Anfang März bis 15. Oktober von 8:30 bis 19:00 Uhr, vom 16. Oktober bis Ende Februar von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Eintritt: Erwachsene 10 Franken, Kinder 6 – 15 Jahre 6 Franken, Familieneintritt (max. 2 Erwachsene und max. 4 Kinder von 6 – 15 Jahren) kostet 24 Franken.

Besuch während der covid-19-Massnahmen

Neben den angepassten Öffnungszeiten gelten die Massnahmen auch für die Exposition des Zoos: Nur der Aussenbereich ist geöffnet, das Vivarium und andere Gebäude bleiben geschlossen. Es besteht Maskenpflicht (ab 12 Jahren). Der Aussenbereich des Tierparks Dählhölzli kann maximal 500 Besucher gleichzeitig aufnehmen, was durch ein automatisches Zählsystem sichergestellt wird.

Tierpark-Plan

Obwohl der Zoo nicht gross ist, empfehle ich, an der Kasse einen Faltplan des Geländes mitzunehmen. Aber keine Sorge, wenn man sie nicht mitnimmt, wird man sich im Zoo sicher nicht verirren. Es gibt an mehreren Stellen Tafeln mit einem Orientierungsplan, man kann auch während des Rundgangs den Pfeilen folgen.

Mit einem Audioguide, den man über einen QR-Code als mobile App herunterladen kann, macht der Besuch für Kinder noch mehr Spass. Der Guide beginnt am Haupteingang und führt euch zu den nächsten 10 Stationen im Zoo, wo ihr den Geschichten der einheimischen Tiere hören könnt (der Guide wird im Dialekt gesprochen). Man kann auch ein Quiz mit den Kindern ausprobieren und testen, wie gut man die Tiere kennt.

Vivarium

Obwohl das Vivarium derzeit für Besucher geschlossen ist, waren wir vor zwei Jahren hier, daher kann ich euch zeigen, wie es hier aussieht. Zunächst einmal solltet ihr euch darauf einstellen, dass es hier ziemlich heiss ist, aber es stehen Hänger für eure Mäntel bereit. Einige Leute können hier aufgrund der Hitze und der erhöhten Luftfeuchtigkeit schwerer atmen (sagt mir nicht, ich hätte euch nicht gewarnt). Im Vivarium findet man eine grosse Auswahl an Arten – Vögel, Reptilien, Primaten, Amphibien, Fische und sogar Insekten, alles in einer schön gestalteten tropischen Umgebung.

Die Aquarien mit Korallenriffen werden euch bestimmt gefallen.

Aussengelände

Wie ich bereits erwähnt habe, werden im Zoo, mit Ausnahme des Vivariums, hauptsächlich nordeuropäische Tierarten gezüchtet. Hier sieht man also Elche, Ziesel, Seehunde, Eulen, Bisons, aber auch Wölfe oder Polarfüchse. Der grösste Hit sind sicherlich die Ussuri-Bären. Wenn sie an den Zaun heranlaufen, ist das wirklich ein Erlebnis.

Kinderspielplatz

Es gibt auch einen schönen Spielplatz und Picknicktische auf dem Gelände (beim Eulenbistro). Der Spielplatz erinnerte mich eher an einen kleinen Seilpark und den Kindern hat es hier gefallen.

Kostenloser Bereich des Tierparks

Man kann sogar einen Teil des Tierparks besuchen, ohne den Eintritt zu bezahlen, so dass es eine schöne kostenlose familienfreundliche Aktivität in der Nähe der Aare ist. Im kostenlosen Bereich des Parks, der einen schönen Spaziergang durch den Wald und am Fluss beinhaltet, kann man ziemlich viele Tiere sehen, darunter Luchse, Waschbären und Pelikane. Im Bereich “Kinderzoo” (derzeit leider auch geschlossen) kann man zur Abwechslung Bauernhoftiere wie Esel, Kaninchen, Schweine und Ziegen (die man sogar streicheln darf) sehen. Neben dem Kinderzoo gibt es noch einen Kinderspielplatz und das Selbstbedienungs-Restaurant Dählhölzli.

Bärenpark

Zum Tierpark Bern gehört nicht nur der Tierpark Dählhölzli, sondern auch der berühmte Bärenpark an der Nygeggbrücke fast im Stadtzentrum. Vom Tierpark aus ist es ein etwa 45-minütiger Spaziergang entlang der Aare.

Zusammenfassung

  • Dieser kleine Zoo versucht nicht, mit den grösseren bekannten Zoos zu konkurrieren, im Gegenteil – ich denke, seine Einzigartigkeit liegt in der Tatsache, dass er (mit Ausnahme der Tiere im Vivarium) hauptsächlich Tiere europäischer Herkunft zeigt und versucht, ihre natürliche Umgebung so weit wie möglich zu imitieren.
  • Würden wir in Bern leben, wäre dies ein Ort, den wir regelmässig besuchen würden.
  • Obwohl der Zoo relativ klein ist, sollte man damit rechnen, 2-3 Stunden hier zu verbringen.
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