Der Pilatus in der Nebensaison: „Breathe with Pilatus“ – ein ganz besonderes Erlebnis

Ich glaube nicht, dass viele von euch im Winter auf den Pilatus fahren würden – den wohl berühmtesten Gipfel der Zentralschweiz. Ich bin überzeugt, dass es wahrscheinlich ausländische Touristen sind, die diesen Gipfel von ihrer Bucket List streichen wollen. Aber Einheimische? Der Pilatus ist zwar etwas über 2.000 Meter hoch, aber man kann hier nicht Ski fahren. Ausserdem ist die grösste Attraktion des Pilatus – die steilste Zahnradbahn der Welt – in der Nebensaison geschlossen. Warum also in der Nebensaison hinaufsteigen? Die Antwort ist ganz einfach: Weil man dann einen etwas anderen Pilatus entdeckt – ruhiger, ohne Menschenmassen und manchmal mit einem kleinen Extra. In meinem Fall war es die Installation „Breathe with Pilatus“, weshalb ich dieses Mal nicht nur wegen der Aussicht hinaufgefahren bin, sondern wegen des Erlebnisses.

So kommt man in der Nebensaison zum Pilatus

Wie bereits erwähnt, ist die Hauptattraktion – die steilste Zahnradbahn der Welt – im Winter geschlossen. Deshalb gelangt man mit der Seilbahn, die in Kriens abfährt, auf den Gipfel. Dort gibt es auch einen grossen kostenpflichtigen Parkplatz.

Eine Hin- und Rückfahrkarte zum Pilatus kostet von Dezember bis April 60 CHF, 30 CHF mit einem Halbtax-Abo oder einem Swiss Travel Pass. Kinder mit einer Junior Card fahren in Begleitung eines zahlenden Elternteils kostenlos. Dann erwartet Sie nur noch eine bequeme 45-minütige Fahrt nach oben, mit einem Umstieg an der Mittelstation Fräkmüntegg.

Hinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Pilatus-Bahnen AG, der ich für die Tickets zum Pilatus danken möchte.

Erlebnisse auf dem Pilatus in der Nebensaison: „Breathe with Pilatus“

Die Installation Breathe with Pilatus basiert auf dem Projekt Breathe with Me der Schweizer Künstlerin Annabelle Schneider, deren Arbeit sich auf multisensorische Erlebnisse und die Verbindung zwischen Mensch und Raum konzentriert. Hier auf dem Gipfel des Pilatus hat sie eine Umgebung geschaffen, die fast wie ein lebender Organismus funktioniert –durch die Kombination von Textilien, Licht, Klang und Duft– und einen dazu „zwingt“, für einen Moment völlig abzuschalten, zu entschleunigen, wahrzunehmen und „einfach nur zu sein“.

Die Installation ist ein geschlossener Raum, eine Wolke. Bevor man eintritt, zieht man die Schuhe aus. Dann betritt man den Raum. Die Wolke reagiert subtil; das Licht verändert sich, und Klänge und visuelle Darstellungen verschmelzen nahtlos, wodurch eine angenehme, beruhigende Atmosphäre entsteht. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass man sich tatsächlich bequem auf den Boden legen, den Kopf auf ein Kissen (natürlich in Form einer Wolke) legen und sich entspannen kann. Die „Wolke” hat auch Nischen, die ein wenig Privatsphäre bieten.

Übrigens kannst du diese schönen, bunten Kissen in Wolkenform (und nicht nur diese) im Souvenirladen kaufen.

Pilatus Kulm

Nach dem Besuch der Installation kannst du im Bellevue-Selbstbedienungsrestaurant oder im Pilatus-Kulm-Restaurant etwas essen – die perfekte Gelegenheit, um deine Eindrücke zu verarbeiten. Sobald du neue Energie getankt hast, kannst du dich wieder auf den Weg machen, sei es zum Aussichtspunkt oder zur Felsgalerie, die sich durch die Klippe schlängelt und in alle Richtungen einen wahrhaft wunderschönen Ausblick bietet. Es ist ein kleiner Geheimtipp, aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Der Pilatus im Sommer

Sobald die Sommersaison beginnt, verwandelt sich der Pilatus wieder. Die legendäre Zahnradbahn kehrt zurück, und der Ort erwacht zu ganz neuem Leben. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, solltest du dir den Seilpark an der Zwischenstation Fräkmüntegg auf keinen Fall entgehen lassen. Mehr dazu habe ich in diesem Artikel geschrieben:

Und dann ist da noch die Sommerrodelbahn Fräkigaudi. Mit einer Länge von 1’350 Metern ist sie die längste Sommerrodelbahn der Schweiz, und ihr Startpunkt liegt etwa 5 Gehminuten von der Station Fräkmüntegg entfernt.

Hast du den Pilatus schon einmal ausserhalb der Hochsaison besucht? Oder hast du die Installation „Breathe with Pilatus“ erlebt? Lass mich wissen, wie es dir gefallen hat!

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Kategorien: Reisen
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Autorin

Hana Hurábová

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