Duftweg: ein duftender Themenweg in Wangen an der Aare

Zufälligerweise war mein älterer Sohn am Mittwochnachmittag bei seinem Freund, der jüngere Sohn bei einer Geburtstagsfeier, und ich blieb mit unserer Kleinerste allein zu Hause. Aber es läge nicht an mir, mir bei so schönem Wetter am Ende des Sommers (auch wenn es schon Mitte September ist, astronomisch gesehen ist es immer noch Sommer, oder?) nichts einfallen zu lassen. Und da unsere Kleine, wie ich, eine Wanderliebhaberin ist (was man bei unserer letzten Wanderung von Langnau zur Hohwacht sehen konnte), hat sie sich nicht gesträubt, wieder gemeinsam zu wandern. Diesmal allerdings auf einer viel kürzeren Wanderung. Und nicht bergauf, sondern auf einer Ebene. Eigentlich eher eine solche Wanderung. Aber ein herrlich duftender Spaziergang.

Wangen an der Aare – Anreise

Wangen an der Aare ist eine Kleinstadt im Oberaargau am Fusse des Juras, etwa 40 km nördlich von Bern.

Mit dem Auto: Von Bern auf der Autobahn A1 sind Sie in 35 Minuten hier, nehmt die Ausfahrt Wangen an der Aare und das Zentrum ist weniger als einen Kilometer entfernt.

Mit dem Zug: Am besten erreicht man Wangen von Olten aus, das ein Eisenbahnknotenpunkt ist (auch wenn man einen Zug von Bern aus nimmt, muss man zuerst nach Olten und dann zurück nach Wangen fahren).

Obwohl der Start der Duftweg-Route am Bahnhof angezeigt wird, ist es im Grunde egal, wo man an die Route anschliesst (obwohl es an einem der vier Punkte sein sollte, an denen Informationsflyer erhältlich sind). Wenn ihr also mit dem Auto anreist, empfehle ich euch, nicht von der Autobahn ins Stadtzentrum (Städtli) zu fahren, d.h. eine überdachte Holzbrücke zu überqueren, sondern das Auto auf dem Parkplatz auf der linken oder rechten Seite stehen zu lassen. Das Parkieren für 3 Stunden ist kostenlos, und das ist mehr als genug, um den Duftweg zu absolvieren.

Duftweg

Hinter der Realisierung des Duftweges steht der Ortsverband “regioW”, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wangen an der Aare für seine Einwohner und Besucher noch attraktiver zu gestalten und mit boseonderen Attraktionen zu beleben. 

Die Beschilderung

Jede Kreuzung, an der die Route ihre Richtung ändert, ist mit einem blauen Pfeil markiert.

Der Duftweg – die Route

Es gibt insgesamt 24 Duftpunkte auf der Route, von denen 4 über ein Informationsflyer mit einer übersichtlichen Karte verfügen. Auf dem Flyer befindet sich ein geknipptes Blatt mit Duftstäbchen aus saugfähligem Papier, das man unterwegs benötigt, damit man die Düfte besser riechen kann. An jedem Duftpunkt zupft man einen Streifen aus dem Blatt und steckt ihn in eine runde Öffnung an der Unterseite der Informationstafel (übrigens eine ziemlich gute Übung für die Feinmotorik eurer Kinder). Das Stäbchen soll nur kurz in die Öffnung gehalten werden, damit sie nicht ganz aufgesaugt werden (man kann dann so enden wie ich, dass der Geruch von verhasstem Kreuzkümmel lange an euren Fingern klebt 🙂 ).

Und während die Kinder versuchen, das Stäbchen in die Öffnung zu stecken, könnt ihr auf den Informationstafeln über die einzelnen Düfte und ätherischen Öle lesen: woher sie kommen, was sie nutzen und welche Wirkung sie zum Beispiel in der Aromatherapie haben. Und wenn die Kinder euch nicht alles in Ruhe lesen lassen, könnt ihr einen Blick auf die Website von Duftweg werfen, wo ihr alle weiteren Informationen findet.

Der Rundweg misst etwa 5,3 Kilometer. Er führt entlang des Aareufers, aber auch durch das örtliche Wohngebiet, das einen Einblick in die lokale Atmosphäre gibt, die Firma Ceramic ARENA, in der Keramikskulpturen zu bewundern sind, sowie die Firma Air Creative, die sich seit mehr als 25 Jahren mit Düften beschäftigt und für die Realisierung und den Unterhalt des Duftweges verantwortlich ist.

Das grösste Highlight ist natürlich das historische Zentrum der Stadt und die etwa 600 Jahre alte überdachte Holzbrücke.

Zusammenfassung

  • Diese einfache Route durch die Ebene ist sehr geeignet für kleinere Kinder und auch für Kinderwagen (das Gelände in der Natur ist nicht schwierig)
  • Die Karte und das 3D-Profil findet ihr auf der Website des Wandermagazins SCHWEIZ, wo ich auch Inspiration für einen freien Mittwochnachmittag gefunden haben.

Habt ihr Lust mehr Spass an der Aare erleben? So lest weiter!

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