Heuberg – ein atemberaubender Aussichtspunkt hoch über dem Oeschinesee

Obwohl wir schon mehrmals am Oeschinensee im Berner Oberland waren, haben wir ihn noch nie von oben gesehen. Erst als ich im neuen Reiseführer “Die 77 Schönsten Wanderungen am Wasser” den Rundweg über den Aussichtspunkt Heuberg entdeckte, wusste ich, dass ich ihn so schnell wie möglich ausprobieren und den See aus einer anderen Perspektive erleben musste. So machten wir uns an einem Juni-Morgen, als unsere Kleine ihren freien Tag im Kindergarten hatte, gemeinsam auf den Weg in Richtung Kandersteg.

Anreise

Die Anreise mit dem Auto dauert von Bern aus etwa eine Stunde, von Zürich aus etwas mehr als zwei Stunden. Es gibt einen gebührenpflichtigen Parkplatz direkt unterhalb der Seilbahnstation (Kapazität wird bei Bedarf erweitert). Die Parkgebühren betragen CHF 2/Stunde, CHF 3.50/2 Stunden, CHF 5/3 Stunden, CHF 6.50/4 Stunden, CHF 7.50/5 Stunden, CHF 8/6-12 Stunden. Wenn man keine Münzen für den Automaten hat (der Automat zahlt nicht zurück), kann man die Park-Apps “easy park” oder “parking pay” benutzen.

Öffentliche Verkehrsmittel: mit dem Zug bis Kandersteg, von dort zu Fuss (ca. 15 Minuten) oder mit dem Bus 242 (Haltestelle Talstation Oeschinensee).

Die einfache Fahrt mit der Gondelbahn kostet 22 Franken (11 Franken mit Halbtax-Abo), ein Retourticket 30 (bzw. 15) Franken. Hier findet ihr die aktuelle Preisliste und die Betriebszeiten der Gondelbahn. Für diese Tour braucht man ein Retourbillett.

Oeschinesee – Heuberg

Von der Bergstation der Gondelbahn geht es in Richtung Oeschinensee. Nach ca. fünf Gehminuten erreicht man den Wegweiser Schatthaus und biegt leicht links in Richtung Läger/Oeschinensee ab. Nach weiteren ca. fünf Gehminuten kommt ein Wegweiser, an dem man eine Wegweisung mit einem rot-weissen Pfeil in Richtung Heuberg/Ober Bärgli sieht.

Hier beginnt ein Anstieg, der praktisch nicht mehr aufhört, bis man den Aussichtspunkt erreicht. Der Weg ist sehr schmal und felsig, so dass man ständig unter die Füße schauen und auf jeden Schritt achten muss. Außerdem muss man mehrmals die Bergströme überqueren (der Schnee schmilzt noch in den Bergen).

An einigen Stellen kann man bereits den Blick auf den See sehen.

Aussichtspunkt Heuberg

Nach etwa einem Kilometer Aufstieg erreicht man den Aussichtspunkt Heuberg. Hier befinden sich mehrere Holzsitzbänke, so dass man bestimmt ein Plätzchen für eine kleine Pause mit schöner Aussicht findet.

Weiterwandern in Richtung Ober Bärgli

Der Weg vom Aussichtspunkt folgt der Kontur, ist aber mehr oder weniger der gleiche – schmal und felsig. Die Landschaft vor uns ist absolut atemberaubend – so stelle ich mir die Aussichten vor, wenn ich jemals in meinem Traum Irland oder Schottland wandern dürfte 🙂 Es war auch sehr auffällig, dass der diesjährige Winter lang war, und so gab es selbst Mitte Juni noch Reste von Schnee in dieser Höhe (fast zweitausend Meter über dem Meeresspiegel). Und erst jetzt blühten hier die Krokusse, die wir vor zwei Monaten im Emmental gesehen haben.

Beim Wegweiser Ober Bärgli begann der Weg schliesslich abwärts zu führen.

Nach einer kurzen Rast und Erfrischung im Beizli Oberbärgli ging es weiter zum See. Zum Glück war der Weg bergab nicht so steil. Bevor wir das Berghotel Oeschinensee erreichten, konnten wir unsere müden Füsse im See kühlen. Vom Berghotel Oeschinensee wären es noch etwa 25 Minuten (ca. 2 Kilometer) Fussweg. Ich konnte an unserer Kleinen sehen, dass sie wirklich müde war, also nutzten wir die Gelegenheit, mit dem elektrischen Minibus zu fahren. Dieser fährt von 11 bis 17 Uhr jede halbe Stunde – die Kosten betragen 8 Franken für einen Erwachsenen, 5 Franken für ein Kind (unter 16 Jahren).

Zusammenfassung

  • Die gesamte Route ist 8,6 km lang, aber man kann sie um etwa 2 km abkürzen, wenn man den elektrischen Minibus vom Berghotel Oeschinensee nimmt.
  • Es handelt sich um eine Route mit mittlerem Schwierigkeitsgrad, definitiv nicht für Kinderwagen geeignet; man muss vorsichtig sein und beim Gehen eher unter die Füße als um sich herum schauen. Ich empfehle zudem festes Schuhwerk zum Wandern.
  • Im Sommer die Badesachen nicht vergessen. Der Bergsee ist im Sommer vielleicht nicht der wärmste, aber es ist schön, zumindest die Füsse darin abzukühlen.
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