Wandern mit Kindern: “Bänkli-Rundweg” Aeschi bei Spiez

Wenn ich die Worte eines bekannten amerikanischen Reise-Bloggers verwenden würde, von dem ich zu bloggen lernte, würde ich unsere jüngste Wanderung als “absolut episch, wunderschön, ultimativ” oder so ähnlich beschreiben. Aber da ich bin, wer ich bin *, sage ich Ihnen nur eines: einfach Glück für das Wetter und ein Ort, der nie enttäuschen wird bei der Wahl der Wanderung (und das ist das Berner Oberland), und es ist an sich schon irgendwie episch 🙂

*und wenn ihr noch nicht viel über mich wisst, könnt ihr das hier herausfinden.

Bänkli-Rundweg

Was mir an der Schweiz gefällt, ist, dass man hier Hunderte von Ausflügen machen kann, die keine Bergtransporte erfordern. Das ist ein ziemlicher Vorteil in einer Zeit, in der keiner arbeitet (entweder wegen eines Coronavirus oder ausserhalb der Hauptsaison). Ein solcher Ort, den man erreichen kann, ist das Berner Oberland. Für unseren Ausflug wählten wir das Dorf Aeschi bei Spiez, wo der Bänkli-Rundweg beginnt, ein Rundweg mit 14 Bänken, die nicht nur einen Moment der Entspannung auf der 8 Kilometer langen Strecke bieten, sondern auch schöne Ausblicke auf den Thunersee, über den See nach Beatenberg und Niederhorn und auf der anderen Seite auf das Kandertal und die Gipfelkette, die mit dem majestätischen Berg Niesen endet, der wegen seiner charakteristischen spitzen Form “Schweizer Pyramide” genannt wird.

Anreise

Das Dorf Aeschi bei Spiez liegt oberhalb des Thunersees. Von der Autobahn A8 nimmt man die Ausfahrt Spiez und folgt dann den Wegweisern nach Aeschi und fährt bis ins Dorfzentrum. Hier befindet sich beim Hallenbad ein Parkplatz mit genügend Parkplätzen. Das Parken ist täglich gebührenpflichtig, 1 Stunde ist gratis, 2 Stunden kosten 1 Franken, 3 Stunden 2 Franken, 4 Stunden 3 Franken.

Aeschi ist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Mit dem Zug bis Spiez, dann mit dem Postauto (Linien 61, 62 und 66) bis zur Haltestelle Aeschi, Post.

Beginn der Wanderung

Der Bänkli-Rundweg ist mit einem grünen Bild auf einem weissen Pfeil markiert. Vorbei am Hallenbad ging es bergab in Richtung Mülenen. Gleich beim ersten Wegweiser bogen wir links ab (über den Fussgängerstreifen, den ihr auf dem Foto seht).

Eine schöne Abwechslung kam nach einer zwei Kilometer langen Wanderung, bei der wir auf eine Farm stiessen, auf der Lamas und Alpakas gezüchtet werden. Der Rundweg führt sogar durch die Weide (überraschenderweise hatte ich viel weniger Angst, als wenn wir die Weide überqueren müssen, auf der die Kühe auf unseren Ausflügen grasen).

Kaum hatten wir die Weide verlassen, erwartete uns eine Bank, von der sich ein wunderbarer Blick auf das Kandertal eröffnete. Irgendwo in der Ferne liegt Adelboden, wo wir Skifahren gehen und das sich auch hervorragend für Wanderungen eignet.

Dem Wald entlang kamen wir nach Aeschiried, das in der Mitte der Route liegt. Wenn man will, kann man hier die Wanderung beenden und mit dem Bus zurück nach Aeschi fahren. Aber wir gingen weiter. Die Route führte nun eine steil ansteigende Allmigässlistrasse hinauf. Da unsere Jungs beschlossen, dass es am besten rückwärts geht, weil man nicht sieht, welchen Hügel man hinaufwandern soll, konnten wir die Aussicht auf den Niesen geniessen.

Überraschenderweise stand die Richtung des Rundweges auf dem nächsten Wegweiser rechts und links. Da der Weg den Hügel hinunter auf der linken Seite verlief, wählten die Kinder diesen Weg. Wahrscheinlich verpassten wir den höchsten Punkt der Wanderung und auch die ikonische “Niesen-Bänkli”, die auf allen Broschüren steht. Aber, was soll’s! Ich hätte lieber glückliche Kinder, die über eine blühende Wiese rennen, als ein Instagram-perfektes Foto, oder? 😉

Bald erreichten wir das Quartier Tannenmattli. Wir kamen an Häusern unterschiedlicher Form und Grösse vorbei und seufzten vor Bewunderung. Denn hier eine Ferienwohnung zu haben, wäre ein Segen! Absolut luxuriöse Aussicht auf den Thunersee und die umliegenden Berge, einfach die Schweiz wie aus dem Bilderbuch zum Greifen nah. Kurz darauf kamen wir zu einer Bank, die ein genaues Bild vom Thunersee als Rücken hat.

Von hier aus waren es nur noch etwa anderthalb Kilometer bis zum Parkplatz in Aeschi.

Und wenn ihr den Eindruck habt, dass ihr bereits in meinem Blog über Aeschi gelesen habt, dann ist eure Vermutung absolut richtig. Vor anderthalb Jahren haben wir hier eine Winterroute absolviert, den zauberhaften Weihnachtswäg.

Und wir haben auch schon eine “Bank”-Route gewandert – den Bänklirundgang in Sumiswald.

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